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| Erfahrungsberichte
Ein 2. Kind wär wunderbar Hallo zusammen, eigentlich
habe ich fast ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass ich "dieses
Problem mit mir herumschleppe". Ich bin jetzt 30 Jahre alt und eigentlich
ganz zufrieden aber irgendwie nicht richtig glücklich. Dabei habe
ich einen wunderbaren Mann und eine kleine Tochter. Dannach hatten wir Gewissheit. Mein Mann hatte zu wenig Samenzellen. Das war ein Schock. Warum ausgerechnet wir? Ueberaschenderweise hatte ich mich aber innert kurzer Zeit damit abgefunden und fing an mich mit einer Adoption zu befassen. Ich war so voll damit beschäftigt, dass ich gar nicht merkte, dass meine Periode ausblieb. Ich war bereits Ende zweiter Monat, als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr. Welch Freude! Alles verlief problemlos und unsere Julia ist heute 2 1/2 Jahre alt. Ein gesundes und fröhliches Mädchen. Aber sie sollte nicht alleine aufwachsen. Leider wurde ich nicht mehr spontan schwanger und wir entschieden uns diesmal für eine künstliche Befruchtung. Erst probierten wir drei Inseminationen... alle erfolglos. Dann machten wir ein halbes Jahr Pause, hofften dass vielleicht spontan etwas ging. Aber die Schwangerschaft blieb aus. Währenddessen bekamen meine Kolleginnen und meine Schwester ihre Kinder und ich setzte mich selber immer mehr unter Druck. Der Kinderwunsch wurde mein Lebensmittelpunkt. Eine schlechtere Voraussetzung gibt es gar nicht. Mein Mann und ich entschieden uns, nun Nägel mit Köpfen zu machen und eine IVF zu wagen. Letzten Freitag konnte man mir sieben Eizellen entnehmen. Das war viel, denn ich hatte nur eine kleine Dosis Hormone gespritzt. Am Sonntag sollte der Emryotransfer
stattfinden. Der Sonntag kam, wir wollten gerade von zu Hause wegfahren,
dann kam der Anruf aus der Klinik. Wir bräuchten nicht zu kommen.
Nicht eine einzige Eizelle hatte sich befruchtet. Sie hätten alles
versucht. Selbst ICSI blieb erfolglos. Wir möchten es trotzdem bald nochmal versuchen. Ein letztes Mal noch. Wenn's wieder nicht klappt dann weiss ich, der medizinische Weg ist nicht der richtige für uns. Dann gibt es nur noch eines für mich. LOSLASSEN! Wieder ich selbst sein. Auch meiner Tochter zuliebe. Ich wünsch Euch alles
Gute
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