Logo Verein Kinderwunsch
 

Medien/Literatur
Medien/Literatur
 
Medien
  Pilotprozess: Arzt zeigt sich an
  Künstliche Befruchtung: Statistik
  Alter schafft keine Probleme
  Mehrlingsschwangerschaften
  Fruchtbarkeit: Verborgene Reserven
  Alternative zur Pränataldiagnostik
  Die Stammzellen als Strohhalm
  Forderung der Kassenpflicht
  Stimulierende Hormone
  Rückkommen des PID-Verbots
  Gen als Ursache für Unfruchtbarkeit
  FM birgt grundsätzliches Dilemma
  Neue Fertilisationstechnik
  D: Erstes Retortenbaby wird volljährig
  Jedes 6. Paar leidet an Sterilität
  Interview mit Carl Djerassi
  Wunschkind aus dem Reagenzglas
  Ein Verbot nützt niemandem
  Eugenik im schweizer Recht?
  Eigenes Kind um fast jeden Preis
  Fortpflanzungsstrategien im Wandel
  Ein ethisches Minenfeld
  Wunschkinder aus dem Glas
Literatur
 

 

 

 

 

 

 

   
  Bundesamt für Statistik vom 2.11.2006

Ein Prozent der Kinder entstand durch künstliche Befruchtung

Neuchâtel, 02.11.2006 (BFS) - Zum ersten Mal veröffentlicht das Bundesamt für Statistik (BFS) die Statistik über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung. In den Jahren 2002 bis 2004 liessen sich im Durchschnitt pro Jahr 3600 Frauen mit einer Methode der künstlichen Befruchtung medizinisch behandeln. Bei einem Drittel dieser Frauen führte die in Vitro- Fertilisation zu einer Schwangerschaft. Bei etwa zwei Dritteln der so entstandenen Schwangerschaften kam es zu einer Geburt. Weniger als 1 Prozent dieser Kinder wurden tot geboren.

Die Statistik gibt Auskunft über die Anzahl Behandelter, die Art und Anzahl der Behandlungen sowie deren Ausgänge. Im Folgenden wird auf die Ergebnisse des Jahres 2004 Bezug genommen. Zukünftig werden die Ergebnisse jährlich publiziert.

Die Ursachen der Unfruchtbarkeit

Im Jahr 2004 wurden rund 3600 Frauen oder etwa eine auf 1000 Frauen im gebärfähigen Alter von 15-44 Jahren behandelt. Bei etwa 40 Prozent dieser Fälle lag die Ursache für die misslingende natürliche Fortpflanzung beim Partner der Frau. In den übrigen Fällen war sie bei der Frau, bei beiden oder sie konnte nicht festgestellt werden.

Ein langer Weg zur Schwangerschaft und zur Geburt

Im Durchschnitt umfasst die Behandlung einer Frau 1,6 Behandlungszyklen, das sind insgesamt 5800 Behandlungszyklen. In 90 Prozent dieser initiierten Zyklen konnten Embryonen transferiert werden. 21 Prozent der Transfers resultierten in einer Schwangerschaft. Jede dritte der 3600 behandelten Frauen wurde schwanger.

Zwei Drittel der Schwangerschaften endeten mit einer Geburt, ein Fünftel durch einen Abort, und bei 15 Prozent ist das Ergebnis nicht bekannt. Die Entbindungen teilen sich auf in vier Fünftel Einlingsgeburten, ein Fünftel Zwillingsgeburten und weniger als 1 Prozent Drillingsgeburten. Bezogen auf alle in der Schweiz geborenen Kinder sind 0,8% der Einlinge, 12% der Zwillinge und 31% der Drillinge mittels FMed-Methode gezeugt worden. Insgesamt beträgt der Anteil der mit fortpflanzungsmedizinischer Hilfe geborenen Kinder 1,2 Prozent. Weniger als ein Prozent dieser geborenen Kinder wurden tot geboren.

Die Statistik zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung

Von 2005 an realisiert das BFS die Berichterstattung über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung in der Schweiz inklusive der Verwendung der entnommenen und kultivierten Eizellen sowie der überzähligen Embryonen. Die Daten werden von der Schweizerischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (SRGM) erhoben und verwaltet, sowie zur öffentlichen Berichterstattung an das BFS weitergeleitet. Die Statistik beginnt mit dem Jahr 2002.


BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle

Auskunft:
Christoph Junker, BFS, Sektion Gesundheit, Tel.: +41 32 71 36830

Neuerscheinung:
BFS aktuell " Statistik der medizinisch unterstützten Fortpflanzung ", Bestellnummer: 532-0602-05.
Preis: gratis, verfügbar auf der Homepage des BFS.

Download der Statistik