![]() |
|
||||||||||||||||||||||
|
Eigenes Kind um fast jeden Preis, Teil 2
Heftig umstritten
waren dagegen zwei weitere Vorschläge des Bundesrats. Besonders die FDP
drängte darauf, die so genannte Präimplantationsdiagnostik zuzulassen.
Sie würde es ermöglichen, beim Embryo bereits vor der Einpflanzung schwere
Erbschäden festzustellen, sodass er gar nicht erst verwendet, sondern
direkt vernichtet würde. CVP, SP und Grüne bekämpften diese Untersuchungen
am Embryo, da sie die Gefahr auf unzulässige Menschenselektion in sich
bergen. Die Freisinnigen dagegen drohten zeitweise mit dem Referendum
gegen das Gesetz, falls die Präimplantationsdiagnostik verboten bliebe.
Es sei ein Unsinn, einen Embryo einzusetzen, der später als Fötus wieder
abgetrieben werde, wenn sich eine schwere Behinderung am werdenden Leben
abzeichne. Allerdings setzten sich die Skeptiker im Mitte-links-Lager
durch, und die FDP verzichtete trotzdem aufs Referendum. Umstritten war auch die Eispende. Der Ständerat hatte ursprünglich beschlossen, dass einer Frau eine fremde Eizelle, befruchtet mit dem Samen ihres Mannes, eingesetzt werden dürfe. Allerdings setzte sich im Nationalrat die Auffassung durch, dass dies ein zu schwerer biologischer Eingriff sei. Samenspende
mit Auflage |
|||||||||||||||||||||||