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bild der wissenschaft on-line vom 28. April 2000

Neue Ferilisationstechnik könnte Kinderwunsch erfüllen

PARIS - Eine neue Fertilisationsmethode könnte es unfruchtbaren Frauen ermöglichen, eigene Kinder zu bekommen. Bei dieser Technik wird der Kern einer Eizelle der Frau, der den Hauptteil ihrer Gene enthält, mit einer entkernten, gespendeten Eizelle verschmolzen, die dann befruchtet werden kann. Das Team aus französischen, spanischen und italienischen Forschern um Jan Tesarik vom Laboratoire d'Eylan in Paris stellte die Forschungsergebnisse in der Zeitschrift Human Reproduktions vor.

Die Methode könnte Frauen helfen, die kinderlos sind weil das Zytoplasma (der Zellinhalt) ihrer Eizellen Schäden aufweist. Dies seien, sagt Tesarik, etwa zehn Prozent der Frauen, die auf eine Befruchtung im Reagenzglas hoffen. Bei der neu entwickelten Technik wird der Zellkern einer Oozyte (Eizelle) an das Spenderei geheftet, aus dem der Kern mit der Subustanz Phytohaemoglutinin entfernt worden ist. Dann kann der Kern mit der entkernten Eizelle durch Zugabe von Polyethylenglykol verschmelzen oder mechanisch mit einer Mikropipette in die Zelle eingeführt werden.

Eine Befruchtung wurde noch nicht versucht, sagt Tesarik, doch hält er es für geeignet, diese durch eine ICS durchzuführen, eine Technik, bei der ein Spermium mit einer Mikropipette in die Eizelle geführt wird. Dann könnte, laut Tesarik, der Eikern und das Spermium gleichzeitig mit dem kernlosen Spenderei verschmelzen.

[Quelle: Bettina Bandel, Human Reproduktions , Vol.15, 1149-154]

©1996-2000 bild der wissenschaft