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Facts & Figures der assistierten Fortpflanzung

Assistierte Fortplanzung in der Schweiz

Rund 400 in der Schweiz künstlich gezeugte Kinder kamen 1997 zur Welt.
1997 wurden gemäss dem Nationalen Register 1266 ICSI- und 895 IVF-Zyklen durchgeführt. Etwa 100 weitere Schweizer Babys erlebten ihre erste Zellteilung im benachbarten Ausland, die meisten davon im Institut für Reproduktionsmedizin in Bregenz.

Sechzehn Kliniken oder spezialisierte Privatpraxen realisieren heute in der Schweiz die Zeugung ausserhalb des Mutterleibs.

Die Behandlungskosten für In-vitro-Fertilisation von 4000 bis 9000 Franken pro Punktion, muss das Paar selbst tragen.

 

Assistierte Fortplanzung weltweit

Das erste Retortenbaby, Luise Brown, kam 1978 in England zur Welt und ist heute erwachsen.

Bis 1998 kamen ca. 300'000 Babies nach Befruchtung im Labor zur Welt.

Gegenwärtig werden jedes Jahr etwa 30 000 IVF-Kinder geboren.

In manchen Ländern wie Schweden, Holland, Dänemark, Israel und Frankreich machen IVF-Kinder inzwischen ein Prozent der Geburten aus.

 

Sterilität und Erfolgsrate der Assistierten Fortplanzung

Jedes sechste Paar weist, oftmals nur vorübergehend, Fruchtbarkeitsstörungen auf, jedes zehnte Paar sucht deswegen einen Spezialisten auf. In 30 Prozent der Fälle liegt die Ursache der Infertilität beim Mann und in 30 Prozent bei der Frau. In weiteren 30 Prozent der Fälle liegen verschiedene Gründe für die Störung vor, und in 10 Prozent bleibt die Ursache im dunkeln

Durchschnittlich jeder vierte Versuch künstlicher Befruchtung ist erfolgreich.
Nur bei rund der Hälfte aller Paare führt, unabhängig von der Anzahl Versuche, die künstliche Befruchtung zu einem Kind.
Allgemein gilt, dass die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft nach einer IVF-Behandlung bei etwa 20 Prozent liegt. Mit mehreren Behandlungszyklen lässt sie sich auf 50 bis 60 Prozent steigern.

1995 kamen in den USA mehr als 16'000 Kinder von 11'000 Fauen durch assistierte Fortpflanzung zur Welt. Bei 41'098 (69%) der total 59'142 behandelten Zyklen wurde die IVF angewandt. Die Erfolgrate lag 1995 bei 22.5% und 1994 beo 20.7% pro Eientnahme.
(Fertility and Sterility (1998;69:389-398) )

 

At the edge

Eine 60-jährige Wittwe brachte 1997 Kind zur Welt und eine 59-jährige Italienerin gebar 1993 ein Kind.

Diane Blood liess ihrem im Koma liegenden Mann Sperma abnehmen und erstritt sich nach seinem Tod vor einem englischen Berufungsgericht das Recht auf eine künstliche Befruchtung in Belgien. Am 15.7.98 wurde bekannt gegeben, dass sie schwanger sei.

 

Risiken

Eispenderinnen könnten einem erhöhten Risiko für Krebs und Unfruchtbarkeit ausgesetzt sein. Laut dem Cromwell Hospital in London wurde eine Verbindung der Eispende mit Krebs, vorallem Brust- und Eiserstockkrebs, Unfruchtbarkeit unf Venenthrombosen festgestellt. Dafür verantwortlich könnte die Hormonbehandlung zur Stimulation des Eisprungs sein. (BBC News, Monday, July 27)