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Methoden
In-vitro-Fertilisation (IVF) Nach hormoneller Stimulation werden der Frau so viele reife Eibläschen wie möglich operativ entnommen - Punktion - und in der Glasschale mit dem Sperma des Mannes befruchtet. 2 bis 3 Tage später werden die Embryonen, die nun im 4- bis 8-Zell-Stadium vorliegen, durch die Vagina in die Gebärmutter der Frau übertragen. Zusätzliche Embryonen im Vorkernstadium können tiefgefroren werden. Um die Chancen einer Schwangerschaft
zu erhöhen, werden in der Regel mehrere Embryonen gleichzeitig übertragen.
Beträgt die Mehrlingsrate in der Normalbevölkerung 1 bis 2 Prozent,
liegt sie nach einer IVF-Behandlung bei etwa 25 Prozent. Bei der Kryokonservierung von Embryonen stellt sich die Frage nach schädlichen Auswirkungen auf die spätere Entwicklung des Kindes. In einer unlängst publizierten Studie aus Schweden wurden Kinder, die aus tiefgekühlten Embryonen hervorgingen, auf ihre Entwicklung hin untersucht ("The Lancet" 351, 1085-1090; 1998). Zumindest in den ersten 18 Lebensmonaten unterschieden sich diese Kinder nicht von ihren auf normalem Weg gezeugten Altersgenossen. In der Schweiz wie in Deutschland ist das Einfrieren von Embryonen verboten. Hier dürfen nur imprägnierte Eizellen im sogenannten Vorkernstadium eingefroren werden.
GIFT Wie die herkömmliche IVF
beginnt auch GIFT mit der hormonellen Stimulation der Frau. Der wesentliche
Unterschied besteht darin, dass Ei- und Samenzellen getrennt in einen
der Eileiter übertragen werden. So findet die Befruchtung denn auch
nicht im Reagenzglas statt, sondern, wie bei der natürlichen Zeugung,
im Eileiter.
Intrazytoplasmatische Spermien-Injektion (ICSI) Wie die IVF, doch statt der spontanen Befruchtung der Eizelle im Reagenzglas wird ein einzelnes Spermium aufgrund seiner Beweglichkeit unter dem Mikroskop ausgewählt und in das Zytoplasma einer Eizelle gespritzt. Da für das Verfahren im Prinzip nur eine einzige Samenzelle nötig ist, können selbst Männer mit schwersten Fruchtbarkeitsstörungen Nachkommen haben. Die ICSI kam 1992 in Belgien erstmals zur Anwendung. Heute wird ICSI jedoch zunehmend auch bei anderen Indikationen eingesetzt, etwa wenn die Ursache der Unfruchtbarkeit unklar bleibt. Einige Männer mit Fruchtbarkeitsstörungen weisen chromosomale Schäden auf, die mit ICSI möglicherweise auf nachfolgende Generationen übertragen werden könnten. Erst kürzlich berichtete eine australische Gruppe über eine etwas verlangsamte geistige Entwicklung von einjährigen ICSI-Kindern. Belgische Forscher hingegen kamen zu einem anderen Schluss. Sie fanden im Alter von 2 Jahren keine verzögerte Entwicklung ("The Lancet" 351, 1529-1534 und 553; 1998).
MicroEpididymal Sperm Aspiration (MESA) Sind keine Spermien im Samenerguss, so können diese chirurgisch aus dem Nebenhoden oder aus dem Hodengewebe gewonnen werden. Verfahren danach analog der ICSI.
Blastozystentransfer Bei dieser Methode wird das
Embryo nicht bereits zwei bis drei Tage, sondern erst fünf Tage nach
der Befruchtung in die Gebärmutter übertragen. Auch bei einer
natürlichen Schwangerschaft erreicht das Embryo die Gebärmutter
erst am fünften Tag.
In-vitro-Reifung Mit ihr soll es in Zukunft
möglich werden, Eizellen im Reagenzglas reifen zu lassen. Eine kleine
Gewebsprobe wird aus den Eierstöcken entfernt und eingefroren. Unter
geeigneten Kulturbedingungen könnten dann einzelne Follikel zur Reifung
angeregt werden. |
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