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Kinderwunsch Broschüre So entsteht menschliches Leben Grafiken: Die Ursachen für die ungewollte Kinderlosigkeit verteilt sich gleich häufig auf Mann und Frau. In den meisten Fällen muss allerdings, selbst wenn der Mann betroffen ist, die Frau mitbehandelt werden. Um die nächsten
Untersuchungsschritte und die Behandlungsmöglichkeiten für Sie
verständlicher zu machen, schildern wir deshalb kurz die natürlichen
Abläufe während des normalen weiblichen Monatszyklus. Die übergeordnete
Steuerungszentrale des Monatszyklus ist das Mittelhirn FSH fördert
das Wachstum und die Entwicklung der Eizelle. In den Eierstöcken
(Ovarien) reifen unter dem Einfluss von FSH alle vier Wochen etwa ein
bis drei Eizellen heran. Jede dieser Eizellen liegt in einem Eibläschen
(Follikel). Dieses bildet weibliche Geschlechtshormone Um die Zyklusmitte erreicht die Ausschüttung von LH aus der Hirnanhangdrüse ihren Höhepunkt. Der plötzliche LH-Anstieg bewirkt, dass der reife Follikel platzt. Die Eizelle tritt aus dem Eierstock heraus. Dies nennt man Eisprung (Ovulation). Aus den Resten
des Follikels entsteht der Gelbkörper Durch das Progesteron wird die Schleimhaut der Gebärmutter auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vorbereitet. Ausserdem steigt durch das Progesteron die Basaltemperatur ein bis zwei Tage nach dem Eisprung um etwa 0,5 Grad an und bleibt in der zweiten Zyklushälfte erhöht. Die Basaltemperatur ist die Körpertemperatur, die nach dem Aufwachen, aber vor dem Aufstehen gemessen wird. Nach dem Eisprung wird die Eizelle von dem trichterförmigen Ende des Eileiters, der sich über den Eierstock stülpt, aufgenommen. Sie ist etwa 24 Stunden lebens- und befruchtungsfähig. Spermien können bis zu 48 Stunden oder länger im Körper einer Frau überleben. Die ideale Zeit für eine Befruchtung beginnt somit 2 Tage vor dem Eisprung und ist am Tag der Ovulation beendet. Da man in der Regel den genauen Zeitpunkt des Eisprungs nicht kennt, gilt der 9. bis 16. Zyklustag für die Empfängnis als optimal. Noch im Eileiter
treffen die Samenzellen auf die befruchtungsfähige Eizelle. Im Idealfall
durchdringt ein Spermium die Eihülle; die Erbanlagen von Mutter und
Vater verschmelzen. Auf dem Weg zur Gebärmutter teilt sich die befruchtete
Eizelle mehrmals. Man spricht jetzt von einem Embryo. Nach vier bis fünf
Tagen ist das Ziel erreicht: Der Embryo kann sich in die Gebärmutterschleimhaut
einnisten (Implantation). Die Schwangerschaft beginnt. Von diesem
Zeitpunkt an werden Botenstoffe, vor allem humanes
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