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Newsflash Medienmitteilung August 2006 Initiative
Kinderwunsch: Eine wissenschaftliche Studie kommt zum Schluss, dass in den entwickelten Ländern rund drei Viertel (74 %) der betroffenen Paare mit unterfülltem Kinderwunsch keine Hilfe in Anspruch nehmen oder vorzeitig aus der Abklärung und Behandlung aussteigen.Die Initiative Kinderwunsch lanciert darum einen neuen Leitfaden für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Schritt für Schritt wird aufgezeigt, wie der Wunsch nach einer Familie erfüllt werden kann.
Dank dem weltweiten Schulterschluss von Patientenorganisationen und Fachexperten wurde eine einfach verständliche Wegleitung veröffentlicht, die das Tabu Kinderlosigkeit brechen und die Hemmschwelle für Beratung und Behandlung senken will. Die Schweizer Patienten- und Betroffenenorganisation Verein Kinderwunsch hat mitgeholfen, den neuen Leitfaden in enger Zusammenarbeit mit Fortpflanzungsmedizinern und Gesundheitsberatern zu entwickeln. Forschungsergebnisse der Initiative Kinderwunsch belegen eine erschreckende Unkenntnis über die Ursachen und vor allem auch die Möglichkeiten, die Paaren mit Empfängnisproblemen zur Verfügung stehen. Beinahe die Hälfte (48%) der Paare berichten zudem, dass viele Kinderwunsch-Behandlungen verwirrend und nicht sehr einladend seien. Der Ratgeber zeigt nun aber auf, dass viele moderne Behandlungsmethoden relativ einfach, nicht invasiv und effektiv sind. Die Initiative Kinderwunsch (Assisted Conception Task Force, ACT) ist eine internationale Arbeitsgruppe und setzt sich aus Patientenvertretern und Gesundheitsexperten aus weltweit 20 Ländern zusammen, die ein spezielles Interesse an Empfängnisproblemen haben und über besondere Fachkenntnisse auf diesem Gebiet verfügen. Unterstützt wird die Initiative von der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) und der Schweizerischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (SGRM). Ziel der Initiative Kinderwunsch ist es, Paare mit Kinderwunsch und Empfängnisproblemen weltweit zu unterstützen und mehr Menschen die Hilfestellungen zu bieten, die sie benötigen. Dieses Ziel wird erreicht durch:
"Die neusten Forschungsergebnisse belegen eindeutig, dass in den entwickelten Ländern nur ein Viertel der Paare mit Empfängnisproblemen die Behandlung erhalten, die sie benötigen. Entweder sie beanspruchen gar keine Beratung und Behandlung, oder sie geben einfach zu früh auf", sagt Sandra Dill, Vorsitzende der ACT-Gruppe. Mit dem Ratgeber will die Initiative Kinderwunsch aufzeigen, dass der Kinderwunsch bei richtiger Abklärung und Behandlung in drei Viertel der Fälle erfüllt werden kann. "Die Wegleitung will die
betroffenen Paare darauf aufmerksam machen, wie die richtigen Abklärungen
und Behandlungen ablaufen und durchgeführt werden sollen," betont
Conrad Engler vom Verein Kinderwunsch und fügt bei: "Entscheidend
ist, dass sich schon beim allerersten Schritt immer beide Partner abklären
lassen." Denn bei rund der Hälfte der Fälle liegt die Ursache
für die Sterilität auschliesslich oder auch beim Mann. Der Leitfaden
orientiert offen über die Erfolgschancen, aber auch über die
Risiken der einzelnen Behandlungsmethoden und über die Belastungen
für die Betroffenen. "Der Stress für Paare mit unerfülltem
Kinderwunsch kann sowohl ohne als auch bei einer Behandlung enorm gross
sein, entweder durch den Druck von aussen oder durch die psychischen und
physischen Belastungen für die Partner," stellt Brigitte Eichenberger,
Leiterin der Infoline Kinderwunsch fest. Der Ratgeber Initative Kinderwunsch
kann direkt über www.kinderwunsch.ch
bestellt werden oder von folgenden Internetseiten heruntergeladen werden:
www.kinderwunsch.ch
, www.sggg.ch,
www.sgrm.org.
Der Leitfaden kann auch bestellt werden beim Verein Kinderwunsch: Fax
061 268 99 98, Adresse Verein Kinderwunsch, Glockengasse 7, 4051 Basel. Für Rückfragen
und ergänzende Auskünfte:
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